Im Hähnchenmaststall

Ist das Klima prima, werden 40 000 Eintagsküken in gut 42 Tagen schlachtreif.
Dafür müssen Lüftung, Heizung und die übrige Technik im Hähnchenmaststall laufen.

Die eingestallten Eintagsküken fressen bei Licht aus gelben Futterpfannen.

Einstallen

Nur einmal streut der Landwirt gehäckseltes Stroh oder Hobelspäne auf den Stallboden ein. Das passiert, bevor die Hühnerküken einziehen, also eingestallt werden. Rote Tränkeschalen und gelbe Futterpfannen hängen von der Decke herab und ziehen sich dicht über dem Erdboden in langen Bahnen durch den Stall. Fütterung und Wasserzufuhr steuert ein Computer. Am Kot – ist er trocken oder weich – lässt sich unter anderem ablesen, ob die Tiere ausreichend Nahrung haben.

Warm und sauber

Im Maststall liegt die Bodentemperatur für die Küken bei 32 Grad. Riesige Ventilatoren saugen Abgase aus dem Stall ab und blasen Frischluft von außen hinein. Gasbrenner heizen diese frische Luft wieder auf, sodass das Klima innen, im 1800 Quadratmeter großen Stall, gleich bleibt. Die Nähe der vielen Tiere zueinander macht sie krankheitsanfällig. Deshalb zieht sich der Landwirt für seine Kontrollgänge in einer Hygieneschleuse Schutzkleidung an, bevor er den Stall betritt.

Die Küken trinken aus roten Tränkeschalen.

Elektronisch wiegen

Unmöglich ist es, Tausende von Hühnern zu wiegen. Daher gibt es eine elektronische Waage im Maststall. Sie hängt mitten im Stall von der Decke herunter. Immerzu marschieren Tiere über die flache Waagschale und werden automatisch gewogen.
Der aus allen gewogenen Tieren ermittelte Durchschnittswert zeigt an, ob die Hühner sich gut und altersgerecht entwickeln. Ein Masthähnchen soll ein Schlachtgewicht von 2,2 bis 2,6 Kilogramm besitzen.

Fangen im Dunkeln

Die Hühner werden in einem Tag-Nacht-Rhythmus gehalten. Sie fressen bei Licht. Ist es dunkler im Stall, kehrt Ruhe unter den Tieren ein. Vor dem Abtransport zum Schlachthof wird das normale Licht im Stall gelöscht, um die Hähnchen unter Schwarzlicht einzeln mit den Händen einzufangen. Obwohl es dunkel ist, sind unter diesem Speziallicht die weißen Tiere erkennbar. Diese werden vorsichtig in Kisten verpackt. Denn durch grobes Anfassen würden sie Blutergüsse erhalten. Das mindert ihren Verkaufswert.

In Silos vor dem Hähnchenmaststall lagert das Futter für die Tiere. Fotos: B. Lütke Hockenbeck