Was ist Hydraulik?

Der Traktorfahrer drückt einen Knopf, schon hebt sich der Frontlader. Ein anderer Knopf wird gedrückt, und hinten hebt das Hubwerk den eingehängten Düngerstreuer, die Fräse oder den Pflug. Das ist aber kein Zauberkunststück, sondern es ist "Hydraulik“. Was sich dahinter verbirgt, könnt ihr selbst ausprobieren.

Kräftiges Wasser

Ihr braucht einen Eimer mit Wasser, einen dünnen Gummischlauch und zwei möglichst gleich große Spritzen ohne Nadel – aus der Apotheke oder vom (Tier-)Arzt. Auf eine der beiden Spritzen stülpt ihr den Schlauch. Das andere Ende des Schlauches haltet ihr ins Wasser. Durch den Schlauch zieht ihr die Spritze mit Wasser voll. Die andere Spritze bleibt leer. Ihr Kolben ist eingedrückt. Nun nehmt ihr vorsichtig den Schlauch aus dem Eimer, steckt ihn auf die zweite Spritze und drückt den Kolben der ersten, vollen Spritze.

Was ist passiert?

Das Wasser schiebt den Kolben der zweiten Spritze heraus. Es überträgt die Kraft von der einen zur anderen Spritze.

Genau das meint das Wort „Hydraulik“:
Durch Flüssigkeit wird Kraft übertragen.

Ähnlich funktioniert das beim Traktor. Dort fließt aber kein Wasser, sondern Öl. Ist am anderen Ende des Schlauches ein Kolben angebracht, schiebt das Öl diesen Kolben nach oben. Er hebt dann den Frontlader oder bringt die Ladefläche eines Anhängers zum Kippen.