Gülle fahren

Gülle fällt immer dann an, wenn Tiere ohne Stroh im Stall stehen. Die Tiere stehen dann meistens auf Spaltenböden. Durch die Spalten fließen Tierkot und Harn sofort ab. Die Gülle wird in ein Güllesilo gepumpt. Dort bleibt sie, bis sie mit dem Güllefass auf dem Acker oder der Weide verteilt wird.

Schleppschläuche

Die Gülle wird heute sehr oft mit Schläuchen direkt auf dem Ackerboden verteilt. Das funktioniert so: An einem Gestell hinter dem Fass hängen viele breite Schläuche. Eine Pumpe drückt den stinkenden Brei in die Schleppschläuche. Die Schlauchenden schleifen über den Boden. Aus denen rinnt die Gülle direkt zu den Pflanzen. Auf Stoppelfeldern verwenden Landwirte manchmal ganz spezielle Güllefässer. Bei ihnen ziehen hinter den Schläuchen Grubberhaken durch den Boden. Sie vermengen Gülle und Ackerboden – da ist nicht mehr viel zu riechen. Andere Spezialfässer haben wiederum Schläuche, die in besonderen Schuhen aus Metall stecken. Sie schieben das Gras der Weide auseinander und ritzen den Boden leicht an. Dann wird durch den Schlauch Gülle auf den Boden gespritzt.