Ein Navi für den Acker

Foto: Land Data Eurosoft

Sicher kennst du ein Navigationsgerät fürs Auto. Nur mithilfe der Adresse leitet es deine Eltern zu einem bestimmten Ort, auch wenn sie den Weg dorthin nicht kennen. Etwas Ähnliches gibt es für den Traktor. Das Navi für den Acker heißt Parallelfahrsystem. Es sorgt zum Beispiel dafür, dass der Landwirt mit seiner Pflanzenschutzspritze keine Schlangenlinien fährt. Das spart Geld, da keine Stelle auf dem Feld doppelt befahren oder gar ­vergessen wird.

Signale aus dem All

Bei einem solches Navi für den Traktor liegt die Antenne tellerflach auf dem Dach auf. Sie empfängt Signale von Satelliten, die die Erde im Weltall umkreisen. Mithilfe dieser Signale rechnet das Parallelfahrsystem aus, wo sich der Traktor gerade befindet.

Breite berücksichtigt

Wichtig ist, die Breite des angehängten Arbeitsgerätes in das Navi einzugeben. Zum Beispiel die Breite einer Spritze. Fährt der Traktor die erste Reihe des Feldes ab, speichert das Parallelfahrsystem die Position des Traktors. Nun kennt das Gerät die Strecke, die es abfahren soll. Auf 2 bis 30 cm genau kann der Fahrer seinen Traktor jetzt parallel zur ersten Spur über das Feld steuern.

Auf Lichter achten

Gelbe Lichter auf der Anzeigetafel des Navis zeigen dem Landwirt an, ob er die berechnete Spur hält. Blinkt es rot auf, hat er die Ideallinie verlassen und muss entsprechend der Anzeige gegensteuern. Weiterentwickelte Geräte übernehmen sogar das Lenken. Der Landwirt braucht nur noch Gas zu geben und die Anbaugeräte zu bedienen. Zwar ist es heute schon möglich, einen Traktor ohne Fahrer fahren zu lassen. Aus Sicherheitsgründen ist das jedoch verboten.