Wie überwintern Honigbienen?

Wenn draußen die Tage frostig kalt sind, sind wir froh, uns im Warmen einkuscheln zu können. Den Honigbienen geht es nicht anders. Sie halten nicht – wie viele glauben – Winterschlaf. Sie wärmen sich auf, indem sie sich in ihrem Stock ganz eng aneinanderdrängen. Tausende von Bienenkörpern bilden eine sogenannte Wintertraube.

Foto: Maja Dumat/ pixelio.de

Zittern in der Traube

Um Wärme zu erzeugen, lassen die Honigbienen ihre Muskeln viebrieren. Sie zittern sich sozusagen warm. So erreichen sie in der Mitte der Wintertraube Temperaturen bis zu 35°C, auch wenn draußen minus zehn Grad herrschen. Im Zentrum der Wintertraube sitzt die wichtigste Biene: die Bienenkönigin.

Kohldampf

Das Zittern verbraucht viel Energie. Daher haben die Bienen großen Hunger. Bis zu 20 kg Honig sammeln die Bienen das Jahr über und bunkern ihn in den Waben. Wenn der Imker ihnen diesen Honig wegnimmt, gibt er ihnen als Ersatz Winterfutter. Sonst könnten die Bienen den Winter nicht überleben.

Ablöse steht bereit

Außen an der Wintertraube ist es kühler als mittendrin. Daher lösen die aufgewärmten Bienen aus der Mitte ihre Schwestern außen ab. Nur die Königin darf immer im warmen Zentrum bleiben. Die gesamte Wintertraube wandert außerdem durch die Wabengassen. Erst langsam, dann immer schneller: Immer den eingelagerten Futtervorräten hinterher.

Bienen müssen mal

Bei Schnee oder Eis ist es für die Bienen zu gefährlich, den Stock zu verlassen. Sie können nicht ein- mal aufs Klo zu gehen. Das verkneifen sie sich wochenlang. So- bald die Tage etwas wärmer und sonniger sind, können sie endlich nach draußen um ihr Geschäft zu verrichten. Solche Ausflüge heißen „Reinigungsflüge“. Nur eine darf mit ihrem Kot den Stock verschmutzen. Erratet ihr wer?
Genau, die Bienenkönigin!