Warum brennt die Brennnessel?

Foto: Bredehorn J./ pixelio.de

Tausend kleine Nadeln

Jedes Kind weiß: Hände weg von Brennnesseln. Die Pflanzen tragen ihren Namen nämlich zu Recht. Fasst ihr sie an, brennt es auf der Haut. Schuld daran sind sogenannte Brennhaare, die überall am Stängel und an den Blättern sitzen. Die Brennhaare könnt ihr mit einer guten Lupe erkennen. Sie sehen aus wie kleine Nadeln, die statt einer Spitze ein rundes Köpfchen an ihrem Ende haben.

 

 

 

Zähne zusammenbeißen

Berührt ihr die Brennnessel, brechen die Brennhaare schräg ab. So entsteht eine Spitze, die in eure Haut sticht. Dort gibt sie eine Flüssigkeit ab, die Jucken und Brennen verursacht. Auch wenn es schwer fällt: Bloß nicht kratzen. Sonst verteilt sich die Flüssigkeit, es juckt noch stärker und es entstehen Pusteln. Wirklich gefährlich sind die Brennnesselstiche aber nicht. Der Schmerz hört meist nach kurzer Zeit auf.

 

Breit-Wegerich (Foto: Joujou/ pixelio.de)

Das hilft

Gegen das Brennen hilft auch ein altes Hausmittel: Breit-Wegerich. Die Pflanze wächst oft am Straßenrand. Zerquetscht einfach ein Blatt und reibt es über die Brennnessel-Pusteln. Nach ein paar Sekunden lässt der Schmerz nach.

 

Foto: Stephan Teckert/ pixelio.de

Schlaue Raupen

Mit ihren Brennhaaren schützt sich die Pflanze davor, von großen Tieren wie Kühen und Rehen gefressen zu werden. Es gibt aber auch Tiere, denen können die Brennhaare nichts anhaben. Das sind vor allem Schmetterlingsraupen. Das ist sehr praktisch, denn wenn die Raupen unter den Brennnesselblättern schlüpfen, schützt sie die Pflanze vor hungrigen Feinden. Außerdem haben sie gleich etwas zu fressen.