Von der Kastanie zum Baum

Mit Kastanien lässt sich wunderbar basteln und spielen. Doch die Kastanienfrüchte haben eigentlich einen anderen Zweck. Aus ihnen soll später ein neuer Baum wachsen. Doch wie funktioniert das?

Es ist  Oktober. Ab und zu weht ein kräftiger Herbstwind, der viele Kastanien von den Bäumen geschüttelt hat. Am Baum umgibt die braunen Früchte noch eine dicke stachelige Hülle. Doch kaum landen die Kastanien auf dem Boden, platzt die Hülle auf und die glatten Früchte kullern heraus.

Basteln oder Futtern

Die Kastanien liegen nun auf dem Boden, werden nass geregnet oder gewärmt von der Sonne. Kinder sammeln einige Kastanien ein, um zuhause damit zu basteln. Wildschweine fressen sich an den Früchten satt. Eichhörnchen sammeln einige Kastanien ein und füllen damit ihren Wintervorrat auf. Trotzdem bleiben noch reichlich Kastanien auf dem Boden liegen. Nach einigen Wochen ist ihre Schale stumpf und rissig.

Unter der Schneedecke

Im Winter freuen sich Rehe, Dachse und Wildschweine, wenn sie die nahrhaften Kastanien entdecken. Vielleicht schneit es sogar und die Kastanien sind unter der Schneedecke gut verborgen. Dort warten sie auf die ersten warmen Sonnenstrahlen. Auch vergraben im Boden schlummern einige Kastanien vor sich hin. Tiere haben sie dort als Nahrungsvorrat versteckt. Doch nun können die Tiere das Versteck nicht mehr finden oder haben es vergessen.

Endlich Frühling

Im Frühling scheinen erste warme Sonnenstrahlen durch die Zweige. Die Kastanien am Boden erwachen aus ihrem Winterschlaf. Einige haben Glück und bekommen viel warmes Licht ab. Sie bilden winzige Wurzeln, die in die Erde wachsen. Kleine grüne Triebe wachsen aus den Kastanien nach oben. Doch nur Wenige setzen sich am Ende durch. Sie wachsen zu großen Bäumen heran.