Schneckenhaus: Im Winter geschlossen

Auf großem Fuß

Weinbergschnecken tragen ihr Haus auf ihrem großen, muskulösen Schneckenfuß. Das schützt sie vor Verletzungen. Droht Gefahr, ziehen sie sich blitzschnell in ihr Haus zurück. Damit das Gehäuse hart bleibt, nehmen die Tiere Kalk aus der Erde auf. Besonders viel Kalk steckt in den Böden von Weinbergen. Daher leben diese Schnecken dort so gerne.

Im Winter geschlossen

Wird es kalt draußen, zieht sich die Weinbergschnecke in eine Erdkuhle zurück und kriecht in ihr Haus. Die Öffnung verschließt sie mit kalkhaltigem Schleim. Irgendwann ist der Schleim so fest, dass das Haus wie durch eine Tür verschlossen ist. Diese Kalktür schützt die Schnecke vor der Kälte. Werden die Tage wieder wärmer, stößt die Schnecke die Tür einfach auf.

Foto: Angelika Koch-Schmidt/ pixelio.de

Zweifach gefühlt

Vielleicht ist euch schon einmal aufgefallen, dass Weinbergschnecken zwei große und zwei kleine Fühler haben. Mit den großen Fühlern halten sie nach Futter Ausschau. Denn an den Enden dieser Fühler haben sie ihre Augen. Mit den kleinen Fühlern ertasten die Schnecken ihre Umgebung.

Mit der Zunge kauen?

Die Zunge von Weinbergschnecken ist übersät mit winzigen Zähnchen. Wie bei einer Gemüseraspel, die ihr aus der Küche kennt. Damit zieht sie Pflanzen in den Mund und raspelt sie klein. Wenn ihr genau hinhört, könnt ihr einer Weinbergschnecke beim Fressen zuhören. Es klingt wie ein feines Reiben.

Schnecken sind männlich und weiblich zugleich. Sie paaren sich im Frühling.Foto: Robby Enders/ pixelio.de

Steckbrief

Name: Weinbergschnecke
Größe: 4 bis 10 Zentimeter
Alter: 7 bis 9 Jahre
Besonderheit: Schneckenhaus, muskulöser Fuß, Raspelzunge