Katzen bei Nacht

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Beute im Blick

Katzen können in der Dämmerung viel besser sehen als wir. Das ist wichtig für sie. Schließlich jagen sie meistens nachts. Ist es allerdings völlig finster, können auch sie nichts erkennen. Ein bisschen Licht brauchen die Katzen zum Sehen. Sie können ihre Pupillen im Vergleich zu uns Menschen dreimal so stark ausdehnen. So fällt mehr Licht auf die Sehzellen in ihren Augen.

Spieglein, Spieglein

In ihren Augen haben Katzen eine besondere Haut, eine Art Spiegelschicht. Fällt das Licht auf diese Haut, wird es zurückgestrahlt. So bekommen die Sehzellen doppelt so viel Licht ab und die Katzen sehen besser. Die spiegelnde Haut ist auch der Grund, warum Katzenaugen so geheimnisvoll leuchten, wenn sie durch eine Taschenlampe oder einem Scheinwerfer angestrahlt werden.

Keine Farbexperten

Im Auge gibt es Zellen, die Hell und Dunkel wahrnehmen. Außerdem gibt es Zellen, die Farben erkennen. Katzen haben zwar viel mehr Hell-/Dunkelzellen als wir Menschen. Dafür besitzen sie weniger Zellen für das Farbensehen. Katzen sind zwar nicht farbenblind. Aber sie können Farben längst nicht so gut unterscheiden wie wir.

Leuchtender Teppich

Die Spiegelschicht heißt auf lateinisch „Tapetum lucidum“. Das bedeutet übersetzt „leuchtender Teppich“.
Katzen sind nicht die einzigen Tiere mit der Spiegelschicht im Auge. Auch Hunde, Rehe, Haie, Krokodile und Igel haben einen solchen „leuchtenden Teppich“.