Heilige Kühe

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Habt ihr Kühe zuhause? Dann sind sie dir bestimmt wichtig. Wir nutzen sie dafür, dass sie uns Milch oder Fleisch liefern. Es gibt aber ein Land namens Indien, da gelten Kühe als heilig! Dort sind sie unantastbar. Alle gläubigen Menschen verehren sie fast wie ein göttliches Wesen und würden sie niemals essen. 

 

 

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Schmuck und Statuen

Als Zeichen der Verehrung werden Kühe zu besonderen Anlässen festlich herausgeputzt. Manchmal gibt es in den Tempeln sogar Statuen von Kühen. Könnt ihr euch eure Kühe in so einem Outfit vorstellen?

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Wieso ausgerechnet Kühe?

In Indien glauben die meisten Menschen nicht an Jesus, sondern an andere Götter. Die heißen zum Beispiel Shiva, Vishnu, Krishna oder Rama. Die Inder glauben, dass der Gott Krishna als Hirtenjunge zwischen Kühen groß geworden ist. Sie sollen Krishna damals ernährt haben. Deshalb verehren die gläubigen Inder die Kuh.

 

 

 

Von den Kühen leben

Aber auch nicht so gläubige Menschen achten Kühe. Denn viele Menschen in Indien sind arm. Da sie nicht einfach in den Supermarkt gehen und sich alle Lebensmittel kaufen können, liefert ihnen ihre Kuh lebensnotwendige Dinge: Butterschmalz zum Kochen, Mist als Brennmaterial, Urin als Heilmittel, Milch als Getränk oder Milch als Joghurt.

 

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Auch Heilige dürfen arbeiten 

Heiligkeit schützt vor Arbeit nicht. Die „Mutter allen Lebens“, so wird die Kuh in Indien genannt, darf trotzdem vor Karren oder den Pflug gespannt werden. Diese Kraft brauchen die Bauern in Indien dringend, denn Trecker können sie sich dort meistens nicht leisten.

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Überall zu sehen

In Indien sieht man überall Kühe. Sie dürfen gehen, stehen, fressen und schlafen, wo sie wollen. Auf der Straße haben sie immer Vorfahrt! Manchmal stehen sie mitten auf der Straße oder sogar am Strand. Kein Inder würde auf die Idee kommen, sie weg zu scheuchen.