Ein Pferd beim Zahnarzt

Sitzen die Zähne im Oberkiefer gerade auf dem Unterkiefer? Foto: B. Lütke Hockenbeck

Auch wenn Pferde ihre Zähne nicht so putzen wie du, müssen sie regelmäßig zum Zahnarzt. Wir erklären dir, warum.

Wieso müssen Pferde zum Zahnarzt?

Vor langer Zeit lebten Pferde in freier Wildbahn und suchten sich ihr Futter selbst. Dabei fraßen sie neben weichem Gras auch Äste, Zweige, Blätter und Kräuter. Also Pflanzen, die nicht so leicht zu kauen sind. 

 

Dank Maulgitter kann die Zahnärztin in Ruhe arbeiten. Das Pferd schläft im Stehen. Foto: B. Lütke Hockenbeck

Kauen pflegt die Zähne

Das Kauen war gut für das Gebiss der Pferde. Es sorgte dafür, dass die Zähne immer kurz blieben. Zähne von Pferden „wachsen“ ein paar Millimeter pro Jahr. Sie schieben sich aus dem Kiefer heraus. Sie können spitze Kanten bekommen, die dem Pferd weh tun. Früher wurden die Zähne und ihre scharfen Ecken durch das gröbere Futter automatisch abgenutzt. Heute übernimmt das der Zahnarzt. 

Ist im Mund alles ok? Foto: B. Lütke Hockenbeck

Die Instrumente

„Jetzt mach den Mund weit auf“ – was dir der Zahnarzt sagt, hilft beim Pferd nicht. Es bekommt für die Dauer der Behandlung eine Spange, die sein Maul aufhält. Die Tierärztin muss ja ihre Hand und Instrumente in den Pferdemund stecken. Von all dem bekommt das Pferd aber nichts mit: Eine Beruhigungsspritze lässt es die ganze Zeit friedlich schlummern, wobei der Kopf von einem Seil gehalten wird.

Jetzt sind die Schneidezähne wieder gleich lang. Foto: B. Lütke Hockenbeck

Danach fühlen sich Pferde wohler

Die Zahnärztin raspelt scharfe Ecken ab, kürzt die Vorderzähne oder zieht einen faulen Zahn. Danach geht es den Pferden oft besser, weil sie keine Zahnschmerzen mehr haben oder das Gebiss der Trense beim Reiten nicht mehr drückt. 

Das tut Pferdezähnen gut

Viel trockenes Heu oder Stroh helfen dabei, die Zähne auf natürliche Weise abzunutzen. Auch ein Stück Holz, das ein Pferd anknabbern kann, hält die Zähne kurz. Und sonst gilt: Regelmäßig ab zum Pferdezahnarzt.