Wie entstehen Blitz und Donner?

Foto: Falk Blümel / pixelio.de

An warmen Sommertagen blitzt und donnert es häufig am Himmel. Doch warum treten Gewitter nicht im Winter auf? Und wie entstehen Blitz und Donner?

 

Hitze und Wasserdampf

Gewitter können ganz schön Angst machen. Aber es ist auch spannend, sie aus dem Haus aus sicherer Entfernung zu beobachten. Die wichtigsten Zutaten für Gewitterwolken sind Hitze und Wasserdampf. Hohe Temperaturen und feuchte Luft kommen bei uns zeitgleich meist im Sommer vor. Deshalb gibt es im Winter nur selten Gewitter.

 

Gewitterwolken entstehen

Die warme, feuchte Luft steigt in den Himmel. Dort kühlt der Wasserdampf ab. Es bildet sich eine Wolke. Strömt immer mehr schwüle Luft nach, wächst der Wolke eine Art flaches Dach. Eine solche Gewitterwolke kann 12 bis 18 km hoch werden. Der obere Teil der Gewitterwolke besteht aus winzigen Eiskristallen. Unten in der Wolke befinden sich Wassertropfen. Zwischen den beiden Schichten bildet sich eine elektrische Spannung: Die Eiskristalle laden sich positiv auf. Die Tropfen negativ.

Kurzschluss

Die elektrische Spannung steigt immer weiter. Schließlich kommt es zu einem gigantischen Kurzschluss: dem Blitz. Etwas Ähnliches passiert, wenn du die beiden Pole einer Batterie miteinander verbindest. Die Energie des Blitzes ist jedoch viele Tausend Male stärker. Durch den Blitz entstehen Temperaturen von bis zu 30.000 °C. Die Luft im Blitzkanal dehnt sich durch diese enorme Hitze sehr schnell aus. Schockwellen entstehen. Diese Schockwellen sind der Donner, den wir hören.

Entfernung berechnen

Der Schall des Donners bewegt sich durch die Luft viel langsamer als das Licht des Blitzes. Schall hat eine Geschwindigkeit von 340 m pro Sekunde. Licht legt pro Sekunde 300.000 km zurück. Wie weit ein Blitz entfernt ist, kannst du daher berechnen: Stoppe die Zeit zwischen Blitz und Donner. Teile die Anzahl der Sekunden durch drei. So erhältst du die Entfernung des Blitzes in Kilometern.