Warum wird der Apfel braun?

Wenn ihr in einen Apfel beißt oder ihn schält, färbt sich kurz darauf das Fruchtfleisch braun. Wie kommt das?


Zu viel frische Luft

Wie eine Haut schützt die Schale den Apfel vor Verletzungen. Beißt ihr nun hinein, beschädigt ihr die Schale. Sauerstoff aus der Luft gelangt ans Fruchtfleisch. Dadurch wird eine chemische Reaktion ausgelöst. Sie heißt Oxidation. In den Zellen des Apfels bewirkt sie eine Braunfärbung. Verantwortlich dafür sind bestimmte chemische Verbindungen, sogenannte Chinone. Diese sind selbst braun und kurbeln gleichzeitig die Herstellung des braunen Farbstoffes Melanin an.

Brauner Hautschutz

Der Farbstoff Melanin wirkt an der beschädigten Apfelschale wie ein Wundschutz. Auch bei uns Menschen hilft Melanin, die Haut zu schützen. Aalt ihr euch in der Sonne, greift das UV-Licht eure Haut an. Wenn ihr nur kurz ein Sonnenbad nehmt, bewahrt euch das Melanin in den Hautzellen vor einem Sonnenbrand. Darüber hinaus verfärbt sich eure Haut für einige Wochen braun.

Mit Zitrone entfärben

Ein Apfel enthält reichlich Vitamin C. Das sitzt insbesondere in der Schale. Das Vitamin C im Apfel zögert die Braunfärbung hinaus. Geht das Vitamin C verloren, wird der Apfel an Bissstellen braun. Ihr könnt das ausprobieren, indem ihr einen braun gewordenen Apfel entfärbt. Dazu träufelt ihr etwas Zitronensaft auf die Bissstelle. Das enthaltene Vitamin C entfärbt und macht das Apfelfleisch wieder hell-weißlich. Probiert es aus! Träufelt ein bisschen Zitronensaft auf den braunen Apfel und schaut, was passiert.

Apfel "rostet" nicht

Das wisst ihr sicher: Das Metall "Eisen" rostet, wenn es länger feucht an der Luft lagert. Sauerstoff sorgt dafür, dass das Eisen oxidiert und rostbraun anläuft. Auch ein Apfel enthält Eisen. Viele glauben, dass der Mineralstoff Eisen daran schuld ist, dass sich der angebissene Apfel braun färbt. Das ist falsch.