Blut spenden

Wer Blut spenden will, muss 18 Jahre alt und gesund sein. Tim Krampe aus Warendorf hat vor Kurzem im Bus des DRK Blut gespendet.

Blut für die Konserve

„Es tut nicht weh“, sagt Tim, obwohl eine Nadel in seiner Ellenbogenvene steckt. Sie leitet Blut über einen Schlauch in einen Beutel. Einen halben Liter Lebenssaft überlässt Tim dem Deutschen Roten Kreuz (DRK). „Durch meine Blutspende kann ich anderen das Leben retten. Und vielleicht passiert mir auch einmal ein Unfall, bei dem ich selbst Blutkonserven brauche“, sagt Tim. Nach dem Aderlass dauert es drei Wochen bis sich alle Blutkörperchen neu gebildet haben, hat ihm ein Arzt im Vorgespräch erklärt.

Proben ins Labor

Bis abends zapfen Mitarbeiter des DRK Freiwilligen, wie Tim, Blut ab. Gut 5000 Beutel treffen nachts in einem Institut des Blutspendedienstes West ein. Gleichzeitig bringen Fahrer Blutproben der Spender in ein Zentrallabor nach Hagen. Denn bevor die Spenden freigegeben werden, wird dort das Blut auf Krankheiten untersucht und die Blutgruppe bestimmt. Bei Blutübertragungen vertragen sich nur bestimmte Blutgruppen miteinander.

In der Schleuder

Tims Spende wird mit anderen Blutbeuteln im DRK-Labor in Zentrifugen gehängt. In den Schleudern lösen sich die Blutbestandteile voneinander. Plasma, der wässrige Teil des Blutes, ist am leichtesten und setzt sich oben im Beutel ab. Die schweren roten Blutkörperchen wandern nach unten. Die Mittelschicht enthält die Blutplättchen. Ihr und den roten Blutkörperchen entzieht ein Filter die für die Medizin untauglichen weißen Blutkörperchen. Alle übrigen Bestandteile presst eine Maschine in eigene Beutel.

Transport in Kammern

In Kühlschränken oder gefriergetrocknet liegen die Blutpräparate in einem Lager, bis Krebskranke, Unfallopfer oder frisch operierte Menschen sie brauchen. Ein Verteilerwagen beliefert Krankenhäuser und Ärzte. Der Wagen besitzt drei Kammern. Rote Blutkörperchen müssen bei –4 °C, Blutplasma bei –30 °C und Blutplättchen bei 22 °C transportiert werden. Blutpräparate sind nur begrenzt haltbar, deshalb wird ständig Spenderblut gebraucht.