Angelsport – Fischers frische Fische

Im Angelsportverein Meggen 1947 im Sauerland wird erst gelernt und dann geangelt.

Foto: Rainer Sturm/pixelio.de

Räuber und Co

Denkt ihr bei Raubfischen gleich an Haie? Sie gibt es in den Binnengewässern im Sauerland wie der Diemel, Bigge oder Sorpe nicht. Hier gehören Hecht, Zander oder Forellen zu den Raubfischen. Daneben gibt es Friedfische wie Rotaugen, Karpfen oder Brassen. Sie hatte der Sauerländer Kevin Tillmann vom Angelsportverein Meggen 1947 schon am Haken. Sein größter Fang aber waren ein Zander und ein Hecht mit einer Körperlänge von 82 Zentimetern.

Richtig angeln

In Kevins Familie angeln alle begeistert. Er machte mit 10 Jahren den Jugendfischereischein. Von da an durfte er in Begleitung angeln. Mit 14 Jahren legte Kevin die Angelprüfung ab. Er befolgt die Fangregeln: Seinen Fang holt er mit dem Kescher heraus. Der Fisch wird gemessen, mit einem Totschläger betäubt, auf den Rücken gedreht und mit einem Stich ins Herz getötet. Ihm werden die Eingeweide entnommen. Bevor der Fisch im Eimer landet, zieht Kevin ihm den Haken mit einer Spezialzange, einem Hakenlöser, heraus.

 

Foto: Paul Marx/pixelio.d

Verschont

Zu kleine Fische muss Kevin sofort wieder ins Wasser werfen. Es gibt Mindestmaße für Fische. Erst wenn eine Regenbogenforelle 50 Zentimeter lang ist, darf sie geangelt werden. Zudem haben Forellen und andere Fische Schonzeiten.
Im Zeitraum zwischen 20. Oktober und 15. März dürfen Forellen nicht gefischt werden. Dann sorgen sie für Nachwuchs und legen ihre Eier ab. Sie laichen.

Spinnfischen

In der Dämmerung geht Kevin angeln. Er setzt zwei Techniken ein. Beim Ansitzangeln bleibt er an einem festen Platz am Ufer sitzen und hofft, dass Fische den Köder an der Angelrute verschlucken. Beim Spinnfischen auf Raubfische läuft Kevin das Ufer ab und wirft seine Angel bis zu 15-mal ins Wasser. Er lockt sie mit totem Köderfisch oder künstlichen Ködern an. Beim Wettangeln im Verein dagegen zählt zum Sieg das Gewicht aller gefangenen Fische.

Text: Legner