Fotos: Deutsche Wildtierstiftung

 

Die Schnäbel der Spezialisten

Die Schnäbel von Vögeln verraten euch, wovon sich die Federtiere ernähren. Die Natur hat nämlich jedem Vogel das passende „Werkzeug“ für die Nahrungsaufnahme gegeben. 

 

 

Foto: Bockhoff

Schnabelformen

Die Schnäbel von Vögeln sind unterschiedlich geformt. Einige sind groß und lang, andere kurz und spitz. Die Form eines Schnabels hat immer damit zu tun, was der Vogel frisst und wo er lebt. Muss ein Vogel seine Nahrung erst noch jagen und töten, besitzt der Schnabel andere Eigenschaften, als bei einem Vogel, der vorhandenes Futter nur noch einsammeln muss. 

 

 

Die Pinzette  

Es gibt Vögel, die fressen gern getrocknete Beeren und Rosinen, Apfelstückchen oder Mehlwürmer. Um sie aufspießen und verspeisen zu können, brauchen sie einen Schnabel, der so genau zupacken kann, wie eine Pinzette. Zum Beispiel haben Rotkehlchen, Drosseln, Stare, Zaunkönige, Heckenbraunellen, Kleiber, Baumläufer und Spechte einen solchen länglichen, spitz zulaufenden, schmalen Schnabel.

 

 

 

Der Nussknacker

Wer gerne Sonnenblumenkerne,   Buchweizen, Haferflocken und Mohn knackt, braucht einen kräftigen Schnabel. Ist er dann noch klein und kompakt, kann er sogar harte Schalen aufbrechen. Viele unserer Gartenvögel wie Buch- und Grünfinken, Kernbeißer, Zeisige, Stieglitze, Meisen, Gimpel und Spatzen sind mit ihren Schnäbeln dazu in der Lage.

 

 

 

Der Löffel

Löffel-Schnäbel gehören Wasservögeln wie Enten und Schwänen. Die breiten, vorne abgerundeten Schnäbel eignen sich perfekt  dazu, einen  Teich nach Nahrung wie Wasserinsekten und Grünpflanzen abzusammeln. Diese bleiben im Schnabel hängen und werden verspeist.Wenn Enten mit dem Kopf unter Wasser nach Nahrung suchen, heißt das in der Fachsprache „gründeln“.

 

Die Säge

Eine Besonderheit sind die Säger: Diese Entenähnlichen Vögel haben sich auf den Fischfang spezialisiert. Ihre Schnäbel haben daher an den Seiten kleine Sägen, die den schlüpfrigen Fisch besonders gut packen können. 

Foto: Bockhoff

 

 

Der Haken

Greifvögel und Eulen erspähen ihre Beute wie Mäuse und andere Kleinvögel und greifen mit ihren Fängen nach ihnen. Weil die Jäger das feste Fleisch ihrer Beute erst zerlegen müssen, um es zu fressen, ist der Schnabel wie ein Haken geformt und besitzt scharfe Kanten. 

Ein Eichelhäher

Das Multitalent 

Von harten Eicheln über glitschige Würmer bis zu Abfällen aus dem Haushalt – Es gibt Vögel, die fressen fast alles. Dazu gehören etwa der Eichelhäher, die Dohle und die Elster. Ihre Schnäbel müssen vielseitig einsetzbar, kräftig und kantig sein. Die Allesfresser sind dann so geschickt mit dem Schnabel, dass sie Nüsse knacken und Würmer zerteilen können.

 

 

Aktuell

Hier findet ihr die aktuelle Kinderseite aus dem Heft als PDF-Datei.

Witz der Woche

Ein Gärtner sammelt von der Straße Pferdeäpfel auf.

Passant: „Was machen Sie mit den Pferdeäpfeln?“

Gärtner: „Die streue ich auf die Erdbeeren.“

Passant: „Komisch, wir nehmen immer Zucker!“

 

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Mein Name ist Eva Piepenbrock und ich arbeite als Redakteurin in der Wochenblatt-Redaktion. Ich bin auf einem Bauernhof mit Schweinen in Ostwestfalen aufgewachsen.